Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

FAQ: Häufige Fragen an die Studienberatung

Hier beantworten wir allgemeine Fragen rund um das Studieren in Halle.

Informationen rund um die Coronavirus-Pandemie halten wir auf Spezialseiten für Sie bereit:

Sollte ich überhaupt studieren?

Das Abitur ist geschafft. Und dann? Studium aufnehmen, Ausbildung beginnen oder zunächst etwas ganz anderes machen? Diese Entscheidung ist nicht einfach. Folgende Fragen helfen Ihnen dabei:

  • Ist ein Studium sinnvoll, um Ihre beruflichen Vorstellungen verwirklichen zu können?
  • Sind Sie bereit, mindestens drei Jahre mit intensivem Wissenserwerb zu verbringen?
  • Arbeiten Sie gern theoretisch? Oder sind Sie eher „der praktische Typ“?
  • Sind Sie bereit, für die nächsten Jahre finanziell maßgeblich von BAföG oder Ihren Eltern abhängig zu sein?
  • Können Sie sich genügend motivieren und disziplinieren, um ein Studium eigenverantwortlich zu bewältigen?

Sie sind sich nicht sicher? Dann kommen Sie zu uns in die Beratung.

Was unterscheidet ein Studium an einer Universität von einem Studium an einer Fachhochschule/Hochschule oder Berufsakademie?

Studiengänge an einer Fachhochschule (heute meist Hochschule genannt) sind in der Regel praxisorientierter als an einer Universität. Deshalb sehen Fachhochschulen auch häufiger Praxissemester in ihren Studiengängen vor, während das Wissen an einer Universität zumeist sehr theoretisch vermittelt wird. Während an der Uni die Grundlagenvermittlung eine große Rolle spielt, werden Studierende an der Fachhochschule schneller an die Praxis herangeführt. Die Kursgruppen an einer Fachhochschule sind meist kleiner und daher interaktiver, so dass der Seminarcharakter stärker hervortritt.

Die Entscheidung für ein Studium an einer Uni oder einer Fachhochschule hängt nicht zuletzt auch vom gewünschten Studienfach ab. Wer z. B. geistes- oder sprachwissenschaftliche Angebote sucht, wird eher an Universitäten fündig werden. Auch Staatsexamensstudiengänge wie Medizin, Zahnmedizin, Pharmazie, Rechtswissenschaft und Lehramtsstudiengänge werden ausschließlich an Universitäten angeboten.

Berufsakademien bieten duale Studiengänge an, die Studium und Ausbildung miteinander verbinden. Im Wechsel werden dabei berufspraktische Ausbildungsphasen in einem Betrieb und theoretische Studienabschnitte an der Berufsakademie absolviert. Diese Form der Ausbildung ist besonders für diejenigen geeignet, die sich einen hohen Praxisbezug und frühzeitigen Kontakt zur Arbeitswelt wünschen. Neben der allgemeinen Hochschulreife oder Fachhochschulreife ist ein Ausbildungsvertrag mit Betrieb erforderlich, der mit der Berufsakademie kooperiert.

In Ländern mit Berufsakademie-Gesetz sind Bachelorabschlüsse der Berufsakademien den Bachelorabschlüssen an Fachhochschulen gleichgestellt.

Einen entscheidenden Unterschied zwischen universitärem Studium und Studium an Fachhochschulen bzw. Berufsakademien gibt es bei der Zugangsberechtigung. Für Fachhochschule oder Berufsakademie ist mindestens ein Zeugnis der Fachhochschulreife (auch Fachabitur genannt) erforderlich, für den Zugang zur Universität muss man die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (das ist nicht dasselbe wie die Fachhochschulreife!) oder eine gleichwertige Vorbildung nachzuweisen.

Berufsakademien bieten duale Studiengänge an, die Studium und Ausbildung miteinander verbinden. Im Wechsel werden dabei berufspraktische Ausbildungsphasen in einem Betrieb und theoretische Studienabschnitte an der Berufsakademie absolviert. Diese Form der Ausbildung ist besonders für diejenigen geeignet, die sich einen hohen Praxisbezug und frühzeitigen Kontakt zur realen Arbeitswelt wünschen. Neben der allgemeinen Hochschulreife oder Fachhochschulreife benötigt man einen abgeschlossenen Ausbildungsvertrag mit einem mit der Berufsakademie kooperierenden Ausbildungsbetrieb.

In Ländern mit Berufsakademie-Gesetz sind Bachelorabschlüsse der Berufakademien den Bachelorabschlüssen an Fachhochschulen gleich gestellt.

Ein entscheidender Unterschied zwischen universitärem Studium einerseits und Studium an Fachhochschulen bzw. Berufsakademien andererseits liegt auch in der Art der Zugangsberechtigung. Für Fachhochschule oder Berufsakademie braucht man mindestens ein Zeugnis der Fachhochschulreife (auch Fachabitur genannt), für den Zugang zur Universität muss man die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (das ist nicht dasselbe wie die Fachhochschulreife) oder eine gleichwertige Vorbildung nachzuweisen.

Was kann ich an der Universität Halle studieren?

Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ist eine Volluniversität und bietet eine große Bandbreite an Studiengängen    an, von A wie Agrarwissenschaften bis Z wie Zahnmedizin.

Grob unterteilen lassen sich die Angebote in Medizin, Rechtswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Theologie, Geistes- und Sozialwissenschaften, Naturwissenschaften und das Lehramt.

Es gibt aber auch Studiengänge, die bei uns nicht angeboten werden. Dazu gehören z. B. ingenieurswissenschaftliche Studienprogramme, Veterinärmedizin oder das Berufsschullehramt.

Neben der Studiengangsdatenbank mit allen Angeboten    halten wir im Welcome-Portal    auch Informationen speziell für Erstsemester bereit.

Welches Studium passt zu meinen Interessen, Fähigkeiten und beruflichen Vorstellungen?

Da kein Mensch dem anderen gleicht, ist die Antwort auf die Frage nach dem richtigen (Aus-) Bildungsweg höchst individuell und erlaubt keine vorgefertigten Lösungen.

Wichtig ist, sich seiner eigenen Fähigkeiten, Interessen und eventueller Zukunftspläne bewusst zu sein. Für Ihre Überlegungen dazu haben wir unser Studienangebot grob in diese Themenbereiche gegliedert:

  • Gesundheit
  • Kulturen der Welt
  • Leben / Life Sciences
  • Lehramt
  • Mensch und Gesellschaft
  • Musik
  • Sprachen und Kommunikation
  • Umwelt
  • Zahlen, Strukturen und Muster
  • Wirtschaft und Recht

Ihre Interessengebiete können Sie im Gespräch mit der Studienberatung auf konkrete Studienmöglichkeiten „abklopfen“. Vielleicht hilft Ihnen zuvor das Ausschlussprinzip?

Und fragen Sie doch einfach Clara, unsere mittlerweile preisgekrönte virtuelle Studienberaterin im Studychat.

Eine andere Option: Interessenstests. Inzwischen gibt es ein reichhaltiges Angebot, mitunter kostenpflichtig. Wir empfehlen den kostenfreien Studium-Interessentest (SIT)    vom Hochschulkompass – einer Datenbank, die Ihnen mit vielerlei Filterfunktionen alle Studiengänge an Universitäten, Fachhochschulen und Berufsakademien deutschlandweit präsentiert. Und ganz exklusiv auf unser eigenes Studienangebot fokussiert der hausinterne Studytest.

Tipp: Woher auch immer Sie ein solches Testergebnis haben, kommen Sie damit gern zur Allgemeinen Studienberatung. Als professionelle Ansprechpartner können wir die Tests mit Ihnen gemeinsam nutzbringend auswerten.

Wie ist ein Studiengang aufgebaut?

Mit dem Bologna-Prozess und der Umstellung auf die Abschlüsse Bachelor und Master hat sich die Struktur des Studiums grundlegend geändert. Hat man früher ohne Unterbrechung bis zum Erlangen des Diploms oder Magisters studiert, erhält man heute mit dem Bachelor nach sechs Semestern einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss und kann den Sprung auf den Arbeitsmarkt wagen. Wer sich weiter spezialisieren oder in die Wissenschaft und Forschung gehen möchte, schließt einen meist viersemestrigen Master an. Dafür muss man sich erneut bewerben, wobei man den Master auch an einer anderen Universität oder Fachhochschule absolvieren kann.

Mit der Umstellung auf Bachelor und Master ging auch eine Modularisierung des Studiums einher. Maßgeblich dafür ist das European Credit Transfer System (ECTS) mit seinen Leistungspunkten oder Credit Points. Sie stellen eine Maßeinheit für den Arbeitsaufwand eines jeden Studierenden dar und werden während des gesamten Studiums durch die Absolvierung von Modulen „gesammelt“. Module sind in sich geschlossene Lehr- und Lerneinheiten zu einem bestimmten Thema, die meist mit einer zu bewerteten Prüfungsleistung (Hausarbeit, Klausur o. ä.) abgeschlossen werden. Die Benotungen gehen zum Großteil in die Abschlussnote ein, so dass es sich empfiehlt, von Anfang an gute Leistungen anzustreben. Wichtig dabei sind vor allem Pflichtmodule, die zwingend bestanden werden müssen, während man im weiteren Verlauf des Studiums oft aus mehreren Wahlpflichtmodulen auswählen kann. Die Bachelorarbeit bildet dann den Abschluss Ihres grundständigen Studiums.

Ein Bachelor-Studium an der Universität Halle besteht immer aus 180 Leistungspunkten.  Unterschieden wird zwischen Ein-Fach-Bachelor- und Zwei-Fach-Bachelor-Studiengängen, bei denen zwei Studienprogramme miteinander kombiniert werden. Kombi-Bachelor (siehe Youtube-Erklärfilm   ) finden sich vor allem in den Geistes- und Sozialwissenschaften.

Die Systematik im Detail und ein Glossar finden Sie hier.

Das Lehramtsstudium wurde an der Martin-Luther-Universität nicht auf Bachelor und Master umgestellt, sondern endet nach wie vor mit einem Staatsexamen. Allerdings erfolgte in Anlehnung an Bachelor-Master auch im Lehramtsstudium die Modularisierung.

Bei den anderen Staatsexamensstudiengängen – Medizin, Zahnmedizin, Pharmazie, Lebensmittelchemie, Rechtswissenschaft – gibt es weder eine Umstellung auf Bachelor und Master noch eine Modularisierung des Studiums.

Welche Berufsfelder eröffnen sich mit dem gewählten Studiengang?

Eine sehr häufige Frage! Leider auch eine, die selten so konkret zu beantworten ist, wie sich Ratsuchende das wünschen. Nur sehr wenige Studiengänge (wie Medizin, Rechtswissenschaft oder Lehramt) bereiten auf ein spezifisches Berufsfeld vor. Meist wird zwar eine Berufsbefähigung, aber eben kein fest umrissener Beruf erworben. Oft ergibt sich ein breites Feld an beruflichen Möglichkeiten, und das nicht einmal unbedingt in direktem, offensichtlichem Zusammenhang zum gewählten Fach.

Haben Sie deswegen bereits im Studium die Berufswelt im Blick – etwa durch Praktika und/oder Nebenjobs! In unseren Studiengangsbeschreibungen stellen wir mögliche Berufsfelder dar.

Welche Studienvoraussetzungen muss ich erfüllen?

Für ein Studium an unserer Universität benötigen Sie eine Hochschulzugangsberechtigung. In der Regel ist das ein Zeugnis über die allgemeine (= Abitur) oder fachgebundene Hochschulreife. Die Fachhochschulreife (auch „Fachabitur“ genannt) genügt nicht für ein universitäres Studium. Ausländische Zeugnisse werden auf ihre Vergleichbarkeit hin geprüft.

Es gibt auch andere Vorbildungsnachweise, die als Hochschulzugangsberechtigung anerkannt werden, z. B. ein Meisterabschluss oder Zeugnisse der beruflichen Aufstiegsqualifikation. Bei Fragen dazu hilft das Immatrikulationsamt.

In einigen Studiengängen gibt es zusätzliche fachspezifische Zugangskriterien (Fremdsprachen-Nachweise, Eignungsprüfungen, Vorpraktika etc.) – beschrieben sind diese auf den Detailseiten im Studienangebot   .

Kann ich auch ohne Hochschulzugangsberechtigung an der Universität Halle studieren?

Wer bereits eine Ausbildung abgeschlossen und mindestens drei Jahre in dem Beruf gearbeitet hat, kann durch eine Feststellungsprüfung für besonders befähigte Berufstätige die Zugangsberechtigung für einen einschlägigen Studiengang erwerben.

Welche Fächer muss ich in der Schule für bestimmte Studiengänge belegt haben?

Prinzipiell ist es nicht verpflichtend, für ein Studium bestimmte Fächer bis zum Abitur belegt zu haben. So können Sie theoretisch ein Chemie-Studium beginnen, obwohl Sie das Fach Chemie „abgewählt“ haben – praktisch ist eine solche Konstellation meist nicht empfehlenswert. Andererseits existieren nicht für alle Studiengänge analoge Schulfächer und oft ist der aus Schulstunden bekannte Stoff nur wenig vergleichbar mit dem späteren Studium.

Nachzuweisende Sprachkenntnisse können manchmal durch „aufeinanderfolgende Schuljahre“ (oder ähnlich, je nach Passus) belegt werden, teilweise in Verbindung mit geforderten Mindest(durchschnitts)noten. Für eine solche Anforderung gibt es aber immer alternative Nachweisoptionen.

Welche Chancen habe ich, meinen gewünschten Studienplatz zu erhalten? Was ist der NC und was sind Wartesemester?

Ist ein Studiengang zulassungsfrei und erfüllen Sie alle Zugangskriterien, können Sie davon ausgehen, dass Ihnen ein Studienplatz sicher ist. An der Universität sind momentan mehr als die Hälfte der Studienprogramme zulassungsfrei.

Der Begriff Numerus clausus heißt übersetzt „beschränkte Anzahl“. Werden für einen Studiengang mehr Bewerber*innen erwartet als Studienplätze vorhanden sind, kann die Universität vor Beginn des Bewerbungszeitraums eine Zulassungsbeschränkung festlegen (eine konkrete Zahl zu vergebender Plätze). Ob ein Fach so beschränkt wird, entscheidet die Universität jährlich im Frühjahr neu.

Übersteigt die Bewerberzahl später tatsächlich diese Grenze, kommt es zu einem Auswahlverfahren. Hierfür ist das wichtigste Auswahlkriterium die Abiturdurchschnittsnote.

Die Auswahlgrenze (= NC) ergibt sich erst durch das jeweilige Auswahlverfahren. Sie wird also nicht, wie oft falsch vermutet, „von der Universität festgelegt“, sondern ist vor allem von der aktuellen Bewerbersituation abhängig. Die Angabe eines NC bezieht sich also immer auf das Vorjahr und ist damit nur ein Anhaltspunkt, aber keine verlässliche Prognose (Erklärfilm   )

Verfügen Sie nicht über die entsprechende Abiturnote, bleibt Ihnen nur der Weg, möglichst viele Wartesemester zu sammeln und darüber in das Wunschstudium zu gelangen. Die Vergabe von Studienplätzen nach Wartesemestern geschieht notenunabhängig über eine eigene Quote (sozusagen eine, wenn auch deutlich kleinere, „zweite Säule“). Bei gleicher Zahl der Wartesemester entscheidet als nachrangiges Kriterium aber wieder die Abinote.

Beachten Sie bitte, dass nur die Halbjahre nach dem Abitur als Wartesemester angerechnet werden, in denen Sie nicht an einer deutschen Hochschule eingeschrieben waren.

Weitere Auswahlkriterien werden derzeit nur bei den Bachelorstudiengängen Business Economics    und Sprechwissenschaft    angewendet.

Gänzlich abweichende Verfahren gibt es für Medizin   , Pharmazie    und Zahnmedizin   . Dort wird auch die Wartezeit kaum noch (bzw. bald gar nicht mehr) berücksichtigt. Bitte informieren Sie sich auf den verlinkten Studiengangsseiten.

Eine weitere Möglichkeit, für die es allerdings auch ein wenig Glück braucht, ist das Losverfahren   . Sollten nach Haupt- und Nachrückverfahren immer noch Studienplätze frei sein, findet eine klassische Auslosung der verbleibenden Plätze statt (für das Wintersemester: jeweils im September). Hier spielen Abiturnote und Wartesemester keine Rolle.

Wie gehe ich vor, wenn ich mich (noch) nicht entscheiden kann?

Die Bewerbungsfristen rücken näher und Sie wissen immer noch nicht, ob Sie in Halle studieren wollen und für welchen Studiengang Sie sich entscheiden sollen?

  • Kommen Sie für eine erste Orientierungshilfe gern zu uns in die Allgemeine Studienberatung – allein oder mit vertrauten Menschen, spontan oder mit Termin.
  • Ziehen Sie Freunde und Familie zu Rate. Häufig können Menschen aus dem persönlichen Umfeld gut Ihre Stärken und Fähigkeiten einschätzen und vielleicht ein ganz neue Perspektive zeigen.
  • Wenn Sie mehrere Studiengänge favorisieren, nehmen Sie am besten auch Kontakt zu den jeweiligen Fachschaften auf. Hier sind Studierende höherer Fachsemester organisiert, die Ihnen Informationen aus erster Hand und nähere Einblicke in die Inhalte und Strukturen des Studiums bieten können.
  • Fachstudienberater*innen können Ihnen die Spezifik der jeweiligen Studiengänge detailliert erläutern.
  • Mehr als 20 Studienbotschafter*innen    können hervorragend aus studentischer Perspektive vom Leben und Studieren in Halle erzählen. Sie sind ganzjährig per Mail und von April bis Oktober auch über das Studyphone erreichbar.
  • Nutzen Sie Events wie den Hochschulinformationstag (im Frühjahr), die Lange Nacht der Wissenschaften    (im Sommer) oder ähnliche Schnupperangebote.

Wie muss ich mich bewerben/einschreiben?

Ganz grob: Sie registrieren sich über ein Onlineportal, müssen danach fristgemäß (!) alle benannten Unterlagen zusenden und werden daraufhin entweder eingeschrieben (bei zulassungsfreien Studienangeboten) oder kommen ins Auswahlverfahren (bei zulassungsbeschränkten Studienangeboten). Alle Verfahren beschreiben wir ausführlich auf eigenen Themenseiten.

Mein Studium ist vermutlich nicht das richtige für mich. Was soll ich tun?

Besonders zwischen Oktober und Dezember besuchen uns viele Erstsemesterstudierende, die sich mit ihrem gerade begonnenen Studienfach nicht so recht anfreunden können. Wer gleich nach Vorlesungsbeginn „fremdelt“, dem raten wir meist dazu, erst einmal im Studium „anzukommen“. Geben Sie sich mindestens ein Semester Zeit, Ihr Studienfach auf sich wirken zu lassen, sich mit Kommiliton*innen auszutauschen und die Lehrveranstaltungen zu besuchen. Oft braucht es eine gewisse Zeit, sich an die vielen neuen Eindrücke und Inhalte und das ungewohnte Anforderungsniveau zu gewöhnen.

Und wenn sich Ihre Einschätzung festigt, im falschen Studiengang zu sitzen? Dann sollten Sie sich fragen, inwiefern der Studiengang Ihre Erwartungen nicht erfüllt. Auf dieser Basis laden wir Sie dann ein, mit uns ins Gespräch zu kommen. Eventuell finden wir gemeinsam einen geeigneteren Studiengang.

Ansonsten gilt: Zurück auf „Los“ – siehe die Fragen zur Entscheidungsfindung: bestmögliche Recherche zu Studieninhalten, inklusive Kontaktaufnahme zu den genannten hilfreichen Anlaufstellen.

Ich merke, dass ich doch nicht studieren möchte. Was nun?

Ein Studienabbruch ist kein Beinbruch und die Hochschulreife verpflichtet nicht zum Studium. Es könnte ja auch sein, dass ein universitäres Studium nicht so richtig zu Ihnen passt. Vielleicht wären Sie in einem praxisnahen Fachhochschul- oder dualem Studium genau richtig. Oder eben doch eine interessante Möglichkeit im Ausbildungsbereich.

Wenn Sie Zweifel an Ihrer Studienentscheidung hegen, lassen Sie sich bitte rechtzeitig beraten, um alle Optionen mit Vor- und Nachteilen bis hin zu finanziellen Konsequenzen abzuklären.

Die Allgemeine Studienberatung ist hier gern erste Anlaufstelle, bringt Sie aber bei Bedarf mit weiteren Beratungspartnern in Kontakt (Hochschulteam der Agentur für Arbeit; Career Service; IHK und HWK).

Mein Studium wächst mir über den Kopf – und nun?

Probleme im Studium können vielfältiger Natur sein: Der Stoff ist zu schwer, das Lernpensum zu hoch, das eigene Zeitmanagement funktioniert nicht oder private Dinge vereinnahmen Sie - um nur einiges zu nennen. In allen Fällen ist es wichtig, dass Sie sich frühzeitig an geeignete Beratungsstellen wenden.

Sollten Sie feststellen, dass Ihr Studienfach einfach nichts für Sie ist, kann die Allgemeine Studienberatung weiterhelfen. Für Themen wie Prüfungsangst, Zeitmanagement und psychischen Problemen gibt es beim Studentenwerk    mit seinen Beratungsangeboten die richtigen Ansprechpartner.

Wie wichtig sind praktische Erfahrungen parallel zum Studium?

Praktische Erfahrungen spielen eine wichtige Rolle im Lebenslauf. Viele Arbeitgeber legen Wert darauf, dass Bewerber*innen nicht theoretisches Wissen ihres Studienfachs mitbringen, sondern dieses auch in der Praxis angewendet haben. Praktika und Nebenjobs helfen zudem, Kontakte zu knüpfen und ein Netzwerk aufzubauen. Häufig ist es so, dass Absolvent*innen nicht durch eine öffentliche Ausschreibung, sondern durch Weiterempfehlung zu ihrem Job kommen.

Ich möchte gern einen Teil meines Studiums im Ausland verbringen. Wo bekomme ich Informationen dazu?

Manchmal ist ein Auslandsaufenthalt im Studium Pflicht (z. B. im Bachelor Interkulturelle Europa- und Amerikastudien – Langues étrangères appliquées). Ob und in welchem Umfang das erforderlich ist, regelt die Studien- und Prüfungsordnung.

Natürlich besteht auch die Möglichkeit, freiwillig eine gewisse Zeit im Ausland zu verbringen. Dafür bietet sich z. B. das Erasmus-Programm an, mit dem Sie ein oder zwei Studiensemester an einer Partnerhochschule im Ausland verbringen können.

Zu Auslandssemestern bzw. -praktika berät Sie das International Office.

Sollte ich einen Master-Studiengang anschließen oder „reicht“ der Bachelor?

Hierauf gibt es keine allgemeingültige Antwort. Generell gilt: Der Bachelor ist ein erster berufsqualifizierender Abschluss, mit dem – je nach Studium – Bewerbungen auf verschiedenste Stellen möglich sind.

Wem wissenschaftliches Arbeiten Spaß macht, wer sich auf bestimmte Teilbereiche seines Studienfaches spezialisieren will oder wer berufliche Ziele hat, die einen Masterabschluss unerlässlich machen, sollte sich spätestens im fünften Semester seines Bachelorstudiums mit der Studienwahl beschäftigen, wenn ein Master direkt folgen soll. Anderseits muss ein Masterstudium nicht sofort nach dem Bachelorabschluss erfolgen.

Zwei weitere Jahre an der Uni oder rein in den Arbeitsmarkt – letztlich ist das eine sehr individuelle Entscheidung. Nutzen Sie auch hierfür gern Beratungsangebote. Qualifizierte Master-Beratungen sind auch bei der Allgemeinen Studienberatung möglich. Weil wir uns darauf intensiv vorbereiten, ist eine Anmeldung erforderlich. Wir legen Ihnen auch einige Vorüberlegungen nahe.

Welchen Master-Studiengang soll ich wählen?

Ihr Bachelor-Abschluss gibt bereits eine grobe Richtung für einen anschließenden Master vor. Wichtig nun: Wollen Sie in einem weiterführenden Studium (weiterhin) die volle Breite des Fachs studieren oder ob möchten Sie sich in einem Themengebiet spezialisieren?

Wenn Sie das für sich geklärt haben (wir helfen gern!), suchen Sie in unserem Studienangebot    oder bundesweit mit dem Hochschulkompass    gezielt nach Masterstudiengängen.

Erfülle ich die Zugangsvoraussetzungen für meinen gewünschten Master-Studiengang?

Die jeweiligen Zugangsvoraussetzungen finden Sie online    auf den Detailseiten der Masterprogramme. Kriterien sind beispielsweise: erforderliche (Bachelor-) Abschlüsse, bestimmte Mindestnoten, Sprachnachweise, Eignungstests, manchmal auch Motivationsschreiben.

Einige Institute bieten eine Vorprüfung Ihrer Unterlagen an, um abzuklären, wie realistisch eine Zulassung ist.

Wie kann ich mein Studium finanzieren?

Der Großteil der Studierenden wird von den Eltern finanziert. Wem das nicht (ausreichend) vergönnt ist, hat mehrere Finanzierungsoptionen: Das BAFöG-Amt    des Studentenwerks ist die wichtigste Anlaufstelle. Etliche Studierende gehen einem Nebenjob nach. Eine weitere Option sind Stipendien, darunter das Deutschlandstipendium.

Was ist der Semesterbeitrag?

Der Semesterbeitrag ist ein obligatorischer Sozialbeitrag, den alle Studierenden zu Beginn eines jeden Semesters im Rahmen ihrer Rückmeldung    bezahlen müssen.

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