Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Studienabschlüsse

Modularisierung des Studiums

Mit dem Wintersemester 2006/2007 werden die meisten Studiengänge modularisiert und auf das zweistufige Abschlusssystem Bachelor und Master umgestellt. In den Lehramtsstudiengängen erwirbt man zwar weiterhin ein Staatsexamen, aber auch diese Studiengänge werden in eine modularisierte Form umgewandelt.

Die strukturelle Grundeinheit der Studienprogramme stellt das Modul dar. Als Modul wird eine thematische Einheit des Studiums bezeichnet. Es besteht meist aus Vorlesungen und Seminaren, Übungen oder Praktika. Damit Module zwischen Hochschulen vergleichbar sind, wurde im Rahmen des Bologna- Prozesses ein einheitliches European Credit Transfer System (ECTS) definiert, in dem der gesamte studentische Arbeitsaufwand (workload) mit Leistungspunkten (Credit points) bemessen wird. Der Arbeitsaufwand (workload) ergibt sich sowohl aus der Zeit des Besuchs von Lehrveranstaltungen (Präsenzzeit) als auch aus der Zeit für das Selbststudium (Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, das Schreiben von Hausarbeiten, Prüfungsvorbereitungen). Die Arbeitszeit von 30 Stunden entspricht einem Leistungspunkt. Die übliche Modulgröße an der Universität Halle ist mit fünf Leistungspunkten oder bei größerem Arbeitsumfang, mit einem Vielfachen davon festgelegt. Jedes Modul wird mit einer Prüfung beendet. Hat der Studierende eine Modulprüfung erfolgreich abgelegt, bekommt er bzw. sie die für das Modul vorgegebenen Leistungspunkte gutgeschrieben. Modulprüfungen werden nach jedem Semester abgelegt.

Schlüsselqualifikationen

In jedem Bachelor-Studium sind Module integriert, in denen der Studierende fachspezifische und allgemeine Schlüsselqualifikationen (FSQ und ASQ) erwirbt.

Die Fachspezifischen Schlüsselqualifikationen stellen meist Module dar, in denen fächerspezifische Methodenkenntnisse vermittelt werden. Diese Module sind in der Studien- und Prüfungsordnung des Studienprogramms als FSQ gekennzeichnet.

Die Module der Allgemeinen Schlüsselqualifikationen wählt der Studierende aus einem gesamtuniversitären Angebotskatalog aus. Empfehlungen zur geeigneten Wahl der ASQ-Module werden ebenso in den Studien- und Prüfungsordnungen gegeben. Im Bachelorstudium müssen 10 Leistungspunkte im Rahmen der ASQ-Module erbracht werden.

Im Lehramtsstudium wird ein Schlüsselqualifikationsmodul (LSQ)  im Umfang von 5 Leistungspunkten nachgewiesen.

Die folgenden Grafiken stellen die drei Modelle des Bachelor-Studiums und die zwei Varianten der Master-Studiengänge an der Martin-Luther- Universität dar. Die Ein-Fach-Studiengänge  (180 Leistungspunkte) sind vorrangig in Natur- und  Wirtschaftswissenschaften zu finden. Geisteswissenschaften werden meist  in Kombinationen aus einem großen und einem kleinen oder zwei  gleichrangigen Studienprogrammen (Zwei-Fach-Bachelor, Zwei-Fach-Master) studiert. Die meisten Studienprogramme im Zwei-Fach-Studium können – bis auf wenige Ausnahmen – miteinander kombiniert werden.

Bachelor- und Masterstudiengänge

Die folgenden Grafiken stellen die drei Modelle des Bachelor-

Studiums und die zwei Varianten der Master-Studiengänge an der Martin-Luther- Universität dar. Die Ein-Fach-Studiengänge   (180 Leistungspunkte) sind vorrangig in Natur- und   Wirtschaftswissenschaften zu finden. Geisteswissenschaften werden meist   in Kombinationen aus einem großen und einem kleinen oder zwei   gleichrangigen Studienprogrammen (Zwei-Fach-Bachelor, Zwei-Fach-Master) studiert. Die meisten Studienprogramme im Zwei-Fach-Studium können – bis auf wenige Ausnahmen – miteinander kombiniert werden.

Übersicht der Kombinationsmöglichkeiten im Zwei-Fach-Bachelor
Kombinierbarkeit.pdf (130,3 KB)  vom 08.04.2013

Lehramtsstudiengänge

Seit dem Wintersemester 2007/08 erfolgt die Ausbildung in den Lehramtsstudiengängen für Grundschulen, Gymnasien, Förderschulen und  Sekundarschulen an der Martin-Luther-Universität in modularisierter Form. Das Studium wird aber weiterhin mit der Ersten Staatsprüfung für ein Lehramt abgeschlossen, wurde also nicht auf Bachelor und Master umgestellt.

Lehramtsstudiengänge werden durch Landesprüfungsordnungen geregelt und können in den einzelnen Bundesländern sehr verschieden strukturiert sein.
Weiterführende Informationen finden Sie im Internet auf den Seiten des Zentrums für Lehrerbildung (ZLB) der MLU.

Staatsexamensstudiengänge

Ein Staatsexamen, eine von einer staatlichen Behörde (Prüfungsamt) veranstaltete Prüfung, eröffnet den Zugang zu bestimmten vom Staat regulierten Berufen (z. B. Ärzte, Zahnärzte, Apotheker, Lebensmittechemiker) oder in den Staatsdienst selbst (z. B. Lehrer, Juristen). Die Inhalte des Studiums, seine Voraussetzungen und Ziele sowie Rahmenbestimmungen für die Prüfung sind auf der Grundlage eines Gesetzes (z. B. Juristenausbildungsgesetz oder Lehrerausbildungsgesetz) durch Rechtsverordnungen (z. B. Lehramtsprüfungsordnung) geregelt.

Folgende Studiengänge an der MLU werden mit einem Staatsexamen abgeschlossen:

  • Medizin: Ärztliche Vorprüfung (Physikum) nach 4 Semestern/ Ärztliche Prüfung am Ende des Studiums (nach insgesamt 12 Semestern und 3 Monaten)
  • Zahnmedizin: Zahnärztliche Vorprüfung (Physikum) nach 5 Semestern/ Zahnärztliche Prüfung am Ende des Studiums (nach insgesamt 11 Semestern)
  • Pharmazie: Erster Abschnitt der Pharmazeutischen Prüfung (nach 4 Semestern)/ Zweiter Abschnitt der Pharmazeutischen Prüfung am Ende des Studiums (nach insgesamt 8 Semestern) / Dritter Abschnitt der Pharmazeutischen Prüfung nach dem Praktischen Jahr
  • Lebensmittelchemie: Erster Abschnitt der Staatsprüfung (nach 4 Semestern)/ Zweiter  Abschnitt der Staatsprüfung am Ende des Studiums (nach  insgesamt 9 Semestern) / Dritter Abschnitt der Staatsprüfung  nach dem Praktischen Jahr
  • Rechtswissenschaft: Erstes Juristisches Examen am Ende des Studiums (nach 9 Semestern)/ Zweites Juristisches Examen nach dem Referendariat
  • Lehramtsstudiengänge: Erstes Staatsexamen für ein Lehramt am Ende des Studiums/ Zweites Staatsexamen nach dem Vorbereitungsdienst (Referendariat)

Diplomstudiengänge (auslaufend)

Der Diplomabschluss wurde als erster akademischer Grad bis zur Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge vorwiegend in natur-, wirtschafts-, sozial- und ingenieurwissenschaftlichen Fachrichtungen erworben.
Der Diplomabschluss entspricht dem heutigen Masterabschluss und berechtigt zur Promotion.

Magisterstudiengänge (auslaufend)

Das Magisterstudium stellt in der Regel eine Kombination aus geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern dar. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Studiums wird der akademische Grad des Magister Artium (M.A.) erworben.
Im Magisterstudiengang werden ein Hauptfach und zwei Nebenfächer oder zwei Hauptfächer studiert.

Die Regelstudienzeit beträgt 9 Semester. Der Magisterabschluss ist dem Masterabschluss gleichwertig und berechtigt zur Promotion. Die letzten Studierenden wurden im Wintersemester 2006/07 in Magisterstudiengänge immatrikuliert.

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