Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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FAQs

FAQ´s - Häufig gestellte Fragen

Fragen von Schülern und Studieninteressierten

1. Sollte ich überhaupt studieren?

Die Entscheidung, nach Erlangen des Abiturs ein Studium aufzunehmen, eine Ausbildung zu beginnen oder zunächst etwas ganz anderes zu machen, ist nicht einfach zu treffen. Grundsätzlich sollten Sie sich dabei folgende Fragen stellen:

  • Ist ein Studium sinnvoll, um meine beruflichen Vorstellungen verwirklichen zu können?
  • Bin ich bereit, mindestens drei Jahre mit intensivem Wissenserwerb zu verbringen?
  • Arbeite ich gern theoretisch oder bin ich eher der praktische Typ?
  • Bin ich bereit, für die nächsten Jahre finanziell zum größten Teil von Bafög oder meinen Eltern abhängig zu sein?
  • Kann ich mich selbst genügend motivieren und disziplinieren, um ein Studium eigenverantwortlich zu bewältigen?

2. Was unterscheidet ein Studium an einer Universität von einem Studium an einer Fachhochschule/ Hochschule oder Berufsakademie?

Studiengänge an einer Fachhochschule (heute meist Hochschule genannt) sind in der Regel praxisorientierter als an einer Universität. Deshalb sehen Fachhochschulen auch häufiger Praxissemester in ihren Studiengängen vor, während das Wissen an einer Universität zumeist sehr theoretisch vermittelt wird. Während an der Uni die Grundlagenvermittlung eine große Rolle spielt, werden Studenten an der Fachhochschule schneller an die Praxis heran geführt. Die Kursgruppen an einer Fachhochschule sind zudem meist kleiner und daher interaktiver, so dass der Seminarcharakter stärker hervor tritt. Die Entscheidung für ein Studium an einer Uni oder einer Fachhochschule hängt nicht zuletzt auch vom gewünschten Studienfach ab. Wer z.B. geistes- oder sprachwissenschaftliche Angebote sucht, wird immer eher an Universitäten fündig werden. Auch Staatsexamensstudiengänge wie Medizin, Zahnmedizin, Pharmazie, Rechtswissenschaft und Lehramtsstudiengänge werden ausschließlich an Universitäten angeboten.

Berufsakademien bieten duale Studiengänge an, die Studium und Ausbildung miteinander verbinden. Im Wechsel werden dabei berufspraktische Ausbildungsphasen in einem Betrieb und theoretische Studienabschnitte an der Berufsakademie absolviert. Diese Form der Ausbildung ist besonders für diejenigen geeignet, die sich einen hohen Praxisbezug und frühzeitigen Kontakt zur realen Arbeitswelt wünschen. Neben der allgemeinen Hochschulreife oder Fachhochschulreife benötigt man einen abgeschlossenen Ausbildungsvertrag mit einem mit der Berufsakademie kooperierenden Ausbildungsbetrieb.

In Ländern mit Berufsakademie-Gesetz sind Bachelorabschlüsse der Berufakademien den Bachelorabschlüssen an Fachhochschulen gleich gestellt.

Ein entscheidender Unterschied zwischen universitärem Studium einerseits und Studium an Fachhochschulen bzw. Berufsakademien andererseits liegt auch in der Art der Zugangsberechtigung. Für Fachhochschule oder Berufsakademie braucht man mindestens ein Zeugnis der Fachhochschulreife (auch Fachabitur genannt), für den Zugang zur Universität muss man die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (das ist nicht dasselbe wie die Fachhochschulreife) oder eine gleichwertige Vorbildung nachzuweisen.

3. Was kann man alles bei Ihnen studieren?

Die Martin-Luther-Universität ist eine Volluniversität und bietet eine große Bandbreite an Studiengängen an, von A wie Agrarwissenschaften bis Z wie Zahnmedizin: Studienangebot

Grob unterteilen lassen sich die Angebote in Medizin, Rechtswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Theologie, Geistes- und Sozialwissenschaften, Naturwissenschaften und das Lehramt. Es gibt aber auch Studiengänge, die bei uns nicht angeboten werden. Dazu gehören z.B. ingenieurswissenschaftliche Studienprogramme, Veterinärmedizin oder das Berufsschullehramt.

4. Welches Studium passt zu meinen Interessen, Fähigkeiten und beruflichen Vorstellungen?

Dieses ist die zentrale Frage und setzt voraus, dass man sich seiner eigenen Fähigkeiten, Interessen und eventuell Zukunftspläne bewusst ist. Da kein Mensch dem anderen gleicht, ist die Beantwortung der Frage nach dem richtigen (Aus)bildungsweg höchst individuell und erlaubt deshalb keine vorgefertigten Lösungen.

Um die Orientierung etwas zu erleichtern, ist es sinnvoll, das Studienangebot in grobe Themen- und Interessensbereiche zu untergliedern. Dazu gehören:

  • Kulturen der Welt
  • Mensch und Gesellschaft
  • Sprachen und Kommunikation
  • Zahlen, Strukturen und Muster
  • Umwelt
  • Gesundheit
  • Wirtschaft und Recht
  • Musik und Sprechen
  • Leben / Life Sciences
  • Lehramt

Diese Unterteilung soll eine Hilfestellung sein, um Ihre Interessen und Vorstellungen besser einordnen zu können. Oft können Sie anhand des Ausschlussprinzips zu einer genaueren Fokussierung gelangen. Ein Gespräch bei uns in der Allgemeinen Studienberatung kann darüber hinaus konkrete Studiengänge heraus filtern, die in Ihre Interessenfelder fallen. Analog dazu gibt es auch die Möglichkeit, das Studienangebot nach Fachrichtungen zu filtern.

Eine weitere Möglichkeit sind so genannte Interessenstests. Ob diese für Sie hilfreich sind, müssen Sie selbst heraus finden. Inzwischen gibt es ein reichhaltiges Angebot an solchen Tests; z.T. sind sie sogar kostenpflichtig. Eine kostenfreie Version (SIT: Studium-   Interessentest   ) bietet der Hochschulkompass    an – eine Datenbank, die Ihnen mit vielerlei Filterfunktionen alle Studiengänge an Universitäten, Fachhochschulen und Berufsakademien deutschlandweit aufzeigt.

Unsere Empfehlung: Kommen Sie mit Ihrem Testergebnis zu uns, zur Allgemeinen Studienberatung. Als professionelle Ansprechpartner können wir mit Ihnen gemeinsam den Test nutzbringend auswerten.

5. Welche Studienvoraussetzungen muss ich erfüllen?

Voraussetzung für ein Studium an der MLU ist zunächst ein Zeugnuis über die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife. Die Fachhochschulreife (auch "Fachabitur" genannt) reicht leider nicht als Zugangsvoraussetzung für ein universitäres Studium.Es gibt auch andere Vorbildungsnachweise, die als Hochschulzugangsberechtigung anerkannt werden, z.B. ein Meisterabschluss oder Zeugnisse der beruflichen Aufstiegsqualifikation. Bei Fragen dazu hilft das Immatrikulationsamt der Universität.

Studieninteressenten, die bereits eine Ausbildung abgeschlossen und mindesten drei Jahre in dem Beruf gearbeitet haben, können über die Teilnahme an einer Feststellungsprüfung für besonders befähigte Berufstätige die Zugangsberechtigung für einen Studiengang, der die Ausbildung und Berufspraxis ergänzt, erwerben.

Einige Studiengänge verlangen außerdem fachspezifische Zugangskriterien, wie Nachweise sprachlicher Vorkenntnisse, Eignungsprüfungen oder Vorpraktika. Deshalb ist es sinnvoll, vor der Bewerbung genau zu recherchieren, ob alle Kriterien erfüllt werden können: Studienangebot

6. Welche Fächer muss ich in der Schule für bestimmte Studiengänge belegt haben?

Prinzipiell ist es nicht verpflichtend, für ein Studium bestimmte Fächer bis zum Abitur belegt zu haben. So ist es beispielsweise theoretisch denkbar, ein Chemie-Studium zu beginnen, obwohl man das Fach Chemie abgewählt hat. Grundlagen aus den entsprechenden Schulfächern mit ins Studium zu nehmen, kann natürlich hilfreich sein, ist aber keine Voraussetzung. Zudem existieren nicht für alle Studiengänge analoge Schulfächer und häufig ist der Stoff, den man aus den Schulstunden kennt, wenig vergleichbar mit dem späteren Studium.

7. Welche Chancen habe ich, meinen gewünschten Studienplatz zu erhalten oder was ist ein NC?

Ist ein Studiengang zulassungsfrei und erfüllen Sie alle Zugangskriterien, können Sie davon ausgehen, dass Ihnen ein Studienplatz sicher ist. An der Universität sind zur Zeit mehr als die Hälfte der Studienprogramme zulassungsfrei.

Rechnet die Universität für bestimmte Studiengänge aber mit einer größeren Bewerberzahl als Studienplätze vorhanden sind, so wird für diese Studiengänge eine Zulassungsbeschränkung ausgesprochen. Man sagt auch, der Studiengang hat einen Numerus clausus (NC). Es können also nur so viele Bewerber aufgenommen werden, wie Plätze vorhanden sind. Entscheidendes Auswahlkriterium ist dabei die Abiturdurchschnittsnote. Ein anderes, von der Durchschnittsnote unabhängiges Kriterium ist die Anzahl der Wartesemester seit dem Abitur. Es werden 80 % der Studienplätze nach der Abi-durchschnittsnote und 20 % nach der Anzahl der Wartesemester vergeben. Dabei ergeben sich im Auswahlverfahren Grenzwerte, zum Einen nach dem Abiturdurchschnitt und zum Anderen nach der Wartezeit. Das heißt, der Durchschnitt des letzten zugelassenen Bewerbers in der Liste nach Durchschnittsnote und die Anzahl der Wartesemester des als letztes zugelassenen Bewerbers in der Liste nach Wartezeit werden nach dem Auswahlverfahren veröffentlicht. Die Grenzwerte können für Bewerber in zukünftigen Auswahlverfahren als Orientierungshilfe dienen. Sie sind immer abhängig von der jeweiligen Bewerbersituation und können jedes Jahr anders ausfallen. Sollten Platzkapazität und Bewerberverhalten aber gleich bleiben, so hat man zumindest einen Anhaltspunkt dafür, wie realistisch eine Zulassung ist.

Die Universitäten haben die Möglichkeit, zusätzlich zur Abiturdurchschnittsnote und der Wartezeit weitere, fachspezifische Auswahlkriterien fest zu legen. Die Martin-Luther-Universität wendet diese Möglichkeit für grundständige Studiengänge nur bei den Studiengängen Business Economics B.Sc., Sprechwissenschaft B.A., Medizin und Zahnmedizin an. Für die medizinischen Studiengänge kann durch die Teilnahme am sogenannten "Medizinertest" (Test für medizinische Studiengänge   ) und/oder eine vorher absolvierte Ausbildung im medizinischen Bereich die Chance auf Zulassung, also die Durchschnittsnote, leicht verbessert werden.

Haben Sie also Interesse an einem besonders beliebten Studiengang, verfügen aber nicht über die entsprechende Abiturnote, bleibt Ihnen nur der Weg, möglichst viele Wartesemester zu sammeln und darüber in das Wunschstudium zu gelangen.

Eine weitere Möglichkeit, für die es allerdings auch ein wenig Glück braucht, ist das Losverfahren. Sollten nach Haupt- und Nachrückverfahren immer noch Studienplätze frei sein, findet im September eine klassische Auslosung der verbleibenden Plätze statt. Hier spielen Abiturnote und Wartesemester keine Rolle.

8. Wie verbessert sich mein Abiturdurchschnitt, wenn ich Wartesemester sammle?

Der Abiturdurchschnitt ändert sich nicht, egal wieviele Wartesemester Sie gesammelt haben. Beide Kriterien sind in den Auswahlverfahren unabhängig.

Beachten Sie bitte, dass nur die Halbjahre nach dem Abitur als Wartesemester angerechnet werden, in denen Sie nicht an einer deutschen Hochschule eingeschrieben waren.

9. Kann ich auch ohne Hochschulzugangsberechtigung an der MLU studieren?

Unter bestimmten Bedingungen kann auch ohne Hochschulzugangsberechtigung durch eine erfolgreich absolvierte Feststellungsprüfung für besonders befähigte Berufstätige die Berechtigung zum Studium in einem bestimmten Studiengang erworben werden. Die Bedingungen für die Teilname finden Sie hier.

10. Wie gehe ich vor, wenn ich mich (noch) nicht entscheiden kann?

Die Bewerbungsfristen rücken näher und Sie wissen immer noch nicht, für welchen Studiengang Sie sich entscheiden sollen? Ein Gespräch bei uns in der Allgemeinen Studienberatung kann eine erste Orientierungshilfe geben. Darüber hinaus empfiehlt es sich auch, Freunde und Familie zu Rate zu ziehen. Häufig können Sie Menschen aus dem persönlichen Umfeld sehr gut hinsichtlich Ihrer Stärken und Fähigkeiten einschätzen und Ihnen vielleicht eine ganz neue Perspektive aufzeigen.

Sollten Sie mehrere Studiengänge favorisieren, lohnt es sich auch, Kontakt zu den jeweiligen Fachschaften aufzunehmen. Hier sind Studenten höherer Fachsemester organisiert, die Ihnen Informationen aus erster Hand und nähere Einblicke in die Inhalte und Strukturen des Studiums bieten können. Ebenso hilfreich kann ein Gespräch mit den entsprechenden Fachstudienberatern sein, die Ihnen die Spezifik des jeweiligen Studienganges erläutern können.

Außerdem bietet Ihnen die Universität folgende Informationsmöglichkeiten:

11. Wie muss ich mich bewerben?

Alle Bewerbungen erfolgen zunächst online über das Bewerberportal, das ab Mai geöffnet und dann auf der Startseite der Universität verlinkt ist. Hier geben Sie Ihre Daten ein und stellen Ihren Antrag auf Zulassung. Dieser Antrag muss ausgedruckt, unterschrieben und mit einer beglaubigten Kopie Ihres Abiturzeugnisses und ggf. anderen Nachweisen an das Immatrikulationsamt geschickt werden.

Die Bewerbungsfrist für universitätsintern zulassungsbeschränkte Studiengänge endet am 15.7. Für die Studiengänge im zentralen Auswahlverfahren bei Hochschulstart, also für Medizin, Zahnmedizin und Pharmazie, müssen sich neue Abiturienten auch bis zum 15.7, sognannte "Altabiturienten", also diejenigen die schon mindestens ein Jahr vorher ihr Abiturzeugnis bekommen haben, bereits bis zum 31.5. bewerben. Das sind alles sogenannte Ausschlussfristen, das heißt, die Bewerbungsunterlagen müssen spätestens am letzten Tag der Frist an der Universität bzw. bei Hochschulstart eingehen. Wenn Ihr Antrag nur einen Tag zu spät da ist, kommt er nicht mehr mit ins Auswahlverfahren!

Die Ergebnisse der Auswahlverfahren, also die Zulassungs- und Ablehnungsbescheide, werden ab Anfang August verschickt. Im Falle einer Zulassung muss der Studienplatz innerhalb einer festgelegten Frist angenommen werden. Das geschieht, indem man die zur Einschreibung notwendigen Unterlagen an das Immatrikulationsamt schickt. Das ist zum Einen ein Nachweis von einer gesetzlichen Krankenversicherung darüber, dass Sie krankenversichert oder von der Krankenversicherungspflicht befreit sind. Außerdem muss man eine Annahmeerklärung ausdrucken und unterschreiben, ein Passbild hochladen oder mitschicken und den Semesterbeitrag überweisen. War man bereits Student an einer anderen Hochschule, braucht die Universität noch eine Exmatrikulationsbescheinigung.

Für zulassungsfreie Studiengänge muss man sich bis zum 30.9. bewerben. Bewerber, die sich für einen zulassungsfreien Studiengang beworben oder vielmehr eingeschrieben haben, bekommen per Mail eine Bestätigung, dass alle eingereichten Unterlagen vollständig sind und Sie immatrikuliert werden können. Genauere Informationen dazu finden Sie auf den Bewerberseiten.

Sollte es mit der Zulassung für einen NC-Studiengang nicht geklappt haben, können Sie sich nach der Ablehnung immer noch bis 30.9. für einen zulassungsfreien Studiengang einschreiben und/oder am Losverfahren teilzunehmen.

12. Was ist der Semesterbeitrag?

Der Semesterbeitrag ist ein Sozialbeitrag, den alle Studierenden zu Beginn eines jeden Semesters pflichtgemäß bezahlen müssen.

Der Semesterbeitrag beträgt zurzeit (zum Wintersemester 2014/15 und zum Sommersemester 2015) 166,50 €. Er setzt  sich zusammen aus

  • 60,00 € Studentenwerksbeitrag,
  • 99,00 € Beitrag für  MDV-Semesterticket sowie
  • 7,50 € Studierendenschaftsbeitrag.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

13. Wie ist ein Studiengang aufgebaut?

Mit dem Bologna-Prozess und der Umstellung auf die Abschlüsse Bachelor und Master hat sich die Struktur des Studiums grundlegend geändert. Hat man früher ohne Unterbrechung bis zum Erlangen des Diploms oder Magisters studiert, erhält man heute mit dem Bachelor nach sechs Semestern einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss und kann den Sprung auf den Arbeitsmarkt wagen. Wer sich weiter spezialisieren oder gar in die Wissenschaft und Forschung gehen möchte, schließt einen meist  4semestrigen Master an. Dafür muss man sich erneut bewerben, wobei man den Master auch an einer anderen Universität oder Fachhochschule absolvieren kann.

Mit der Umstellung auf Bachelor und Master ging auch eine Modularisierung des Studiums einher. Maßgeblich dafür ist das so genannte European Credit Transfer System (ECTS) mit seinen Leistungspunkten oder Credit Points. Sie stellen eine Maßeinheit für den Arbeitsaufwand eines jeden Studierenden dar und werden während des gesamten Studiums durch die Absolvierung von Modulen „gesammelt“. Module sind in sich geschlossene Lehr- und Lerneinheiten zu einem bestimmten Thema, die meist mit einer zu bewerteten Prüfungsleistung (Hausarbeit, Klausur o.ä.) abgeschlossen werden. Die Benotungen gehen zum Großteil in die Abschlussnote ein, so dass es sich empfiehlt, von Anfang an gute Leistungen anzustreben. Wichtig dabei sind v.a. Pflichtmodule, die zwingend bestanden werden müssen, während man v.a. im weiteren Verlauf des Studiums aus mehreren Wahlpflichtmodulen auswählen kann. Die Bachelorarbeit bildet dann den Abschluss Ihres grundständigen Studiums.

Grundsätzlich besteht ein Bachelor-Studium an der MLU immer aus 180 Leistungspunkten, wobei man zwischen Ein-Fach-Bachelor- und Zwei-Fach-Bachelor-Studiengängen, bei denen zwei Studienprogramme miteinander kombiniert werden, unterscheidet. Kombi-Bachelor finden sich v.a. in den Geistes- und Sozialwissenschaften.

Nähere Informationen zu wichtigen Begrifflichkeiten finden Sie hier.

Das Lehramtsstudium wurde an der Martin-Luther-Universität nicht auf Bachelor und Master umgestellt, sondern endet nach wie vor mit einem Staatsexamen. Alleerdings erfolgte in Anlehnung an Bachelor-Master auch im Lehramtsstudium die Modularisierung.

Bei den anderen Staatsexamensstudengängen - Medizin, Zahnmedizin, Pharmazie, Lebensmittelchemie, Rechtswissenschaft - gibt es weder eine Umstellung auf Bachelor und Master noch eine Modularisierung des Studiums.

Fragen von Studierenden

1. Was mache ich, wenn ich merke, dass mein Studium nicht das richtige für mich ist?

Die Allgemeine Studienberatung wird jedes Jahr zwischen Oktober und Dezember von vielen Erstsemesterstudierenden aufgesucht, die sich mit ihrem gerade begonnenen Studienfach nicht so recht anfreunden können. Sollten Sie bereits 1-2 Wochen nach Vorlesungsbeginn merken, dass Ihr Studium nicht das richtige für Sie ist, raten wir meist dazu, erst einmal im Studium anzukommen. Geben Sie sich mindestens ein Semester Zeit, Ihr Studienfach auf sich wirken zu lassen, sich mit Kommilitonen auszutauschen und die Lehrveranstaltungen zu besuchen. Oft braucht es eine gewisse Zeit, sich an die vielen neuen Eindrücke und Inhalte und das ungewohnte Anforderungsniveau zu gewöhnen.
Sollte sich Ihre Einschätzung, im falschen Studiengang zu sitzen, festigen, ist es wichtig, sich darüber klarzuwerden, inwiefern der Studiengang Ihre Erwartungen nicht erfüllt. Basierend darauf können wir Ihnen helfen, einen geeigneteren Studiengang auszusuchen. Sprechen Sie uns an!
Weiterhin können Ihnen auch die Fachstudienberater bzw. die Fachschaftsräte der für Sie interessanten Studienfächer helfen, einen detaillierten Einblick in die Materie des Fachs zu gewinnen. Ihr Ziel sollte es sein, sich vor Antritt eines neuen Studiengangs bestmöglich über dessen Inhalte zu informieren und so die richtige Entscheidung zu treffen.

2. Was kann ich tun, wenn ich doch nicht studieren möchte?

Ein Studienabbruch ist kein Beinbruch und die Hochschulreife verpflichtet nicht zum Studium. Es könnte ja auch sein, dass ein universitäres Studium nicht so richtig zu Ihnen passt. Vielleicht wären Sie in einem praxisnahen Fachhochschul- oder dualem Studium genau richtig.

Es stehen Ihnen natürlich auch viele interessante Möglichkeiten im Ausbildungsbereich offen, zu welchen Sie das Hochschulteam der Agentur für Arbeit sowie der Career Service der MLU gern informieren.

Wenn Sie Zweifel an Ihrer Studienentscheidung hegen, lassen Sie sich  bitte rechtzeitig beraten, um alle Optionen mit Vor- und Nachteilen bis  hin zu finanziellen Konsequenzen abzuklären.

3. Wohin kann ich mich wenden, wenn mir mein Studium über den Kopf wächst?

Probleme im Studium können vielfältiger Natur sein: Der Stoff ist zu schwer, das Lernpensum zu hoch, das eigene Zeitmanagement funktioniert nicht oder private Dinge vereinnahmen Sie - um nur einiges zu nennen. In allen Fällen ist es wichtig, dass Sie sich frühzeitig an geeignete Beratungsstellen wenden. Sollten Sie feststellen, dass Ihr Studienfach einfach nichts für Sie ist, kann die Allgemeine Studienberatung weiter helfen. Für Themen wie Prüfungsangst, Zeitmanagement und psychischen Problemen gibt es beim Studentenwerk    mit seinen Beratungsangeboten die richtigen Ansprechpartner.

4. Wie wichtig sind praktische Erfahrungen parallel zum Studium?

Die Erfahrungen am Arbeitsmarkt haben in den letzten Jahren gezeigt, dass praktische Erfahrungen eine wichtige Rolle im Lebenslauf spielen. Viele Arbeitgeber legen Wert darauf, dass Bewerber nicht nur das theoretische Wissen aus ihrem Studienfach mitbringen, sondern dieses auch bereits in der Praxis angewendet haben. Praktika und Nebenjobs helfen zudem, Kontakte zu knüpfen und ein Netzwerk aufzubauen. Häufig ist es so, dass Absolventen nicht durch eine öffentliche Ausschreibung, sondern durch Weiterempfehlung an ihren Job kommen.

5. Ich möchte gern einen Teil meines Studiums im Ausland verbringen; wo bekomme ich Informationen dazu?

In einigen Studiengängen wie z.B. dem Bachelor „Interkulturelle Europa- und Amerikastudien – Langues étrangères appliquées“ (180 LP) ist ein Auslandsaufenthalt im Studium Pflicht. Ob und falls ja, in welchem Umfang, Ihr Studienfach einen Auslandsaufenthalt erfordert, können Sie in Ihrer Studien- und Prüfungsordnung nachlesen. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, freiwillig eine gewisse Zeit im Ausland zu verbringen. Hierfür bietet sich z.B. das Erasmus-Programm an, welches es Ihnen ermöglicht, 1-2 Studiensemester an einer Partnerhochschule im Ausland zu verbringen. Weitere Informationen zu Auslandssemestern bzw. -praktika erhalten Sie auf den Seiten des International Office.

6. Sollte ich einen Master-Studiengang anschließen oder reicht der Bachelor?

Diese Frage kann man nicht allgemeingültig und abschließend beantworten. Generell gilt: Der Bachelor ist ein erster berufsqualifizierender Abschluss, mit welchem Sie sich je nach Studium auf die verschiedensten Stellen bewerben können. Zudem muss ein Master nicht zwingend sofort nach dem Bachelor erfolgen, sondern kann auch noch einige Zeit später in Angriff genommen werden. Wem wissenschaftliches Arbeiten Spaß macht, wer sich auf bestimmte Teilbereiche seines Studienfaches spezialisieren oder aber Wissen verbreitern möchte und wer berufliche Ziele hat, die einen Master unerlässlich machen, sollte sich spätestens im 5. Semester mit der Wahl des passenden Masters beschäftigen, da eine gewisse Vorbereitungszeit einzuplanen ist.

Die Entscheidung, noch für weitere zwei Jahre an der Uni zu bleiben oder es auf dem Arbeitsmarkt zu versuchen ist letztlich eine sehr individuelle. Auch hier sollten Sie sich nicht scheuen, Beratungsangebote zu nutzen und ins Gespräch zu kommen.

7. Welchen Master-Studiengang soll ich wählen?

Während Sie im Bereich der grundständigen Studiengänge mit dem Abiturzeugnis in der Hand im Wesentlichen freie Auswahl haben, gibt Ihnen Ihr Bachelor-Abschluss bereits eine grobe Richtung für einen anschließenden Master vor. Daher ist es sinnvoll, sich bereits im Bachelor-Studium darüber klar zu werden, ob Sie auch in einem weiterführenden Studium die volle Breite des Fachs studieren oder ob Sie sich in einem Themengebiet spezialisieren möchten. Suchen Sie auf Basis Ihrer Entscheidung nun gezielt nach in Betracht kommenden Master-Studiengängen. Neben dem Studienangebot der MLU kann Ihnen auch die Studiengangdatenbank Hochschulkompass    und nicht zuletzt natürlich ein persönliches Beratungsgespräch in der Allgemeinen Studienberatung weiterhelfen.

8. Erfülle ich die Zugangsvoraussetzungen für meinen gewünschten Master-Studiengang?

Welche Zugangsvoraussetzungen Sie für die einzelnen Masterstudiengänge erfüllen müssen, können in unserem online verfügbaren Studienangebot einsehen. Klicken Sie dazu den gewünschten Studiengang an. In der Infobox „Allgemeine Informationen“ finden Sie nun einen Anstrich „Spezifische Zugangsvoraussetzungen“. Klicken Sie auf „mehr“ und scrollen Sie im sich öffnenden Fenster bis zum gewünschten Studiengang. Alternativ können Sie auch folgende Links nutzen:

Einige Institute bieten zudem eine Vorabprüfungen Ihrer Unterlagen an, um abzuklären, wie realistisch eine Zulassung ist.

Übergreifende Fragen

1. Welche Berufsfelder eröffnen sich mit meinem gewählten Studiengang?

Diese Frage wird uns StudienberaterInnen sehr häufig gestellt. Leider können wir darauf meist keine abschließende Antwort geben, da nur sehr wenige Studiengänge (wie z.B. Medizin, Rechtswissenschaft oder das Lehramt) auf ein spezifisches Berufsfeld vorbereiten. Für die meisten Studiengänge gilt, dass Sie danach zwar eine Berufsbefähigung, aber keinen fest umrissenen Beruf im eigentlichen Sinne erwerben. Es ergibt sich zumeist ein breites Feld an beruflichen Möglichkeiten, welche aber nicht unbedingt in direktem, offensichtlichem Zusammenhang zum gewählten Fach stehen müssen. Daher empfiehlt es sich, bereits während der Studienzeit die Augen für die Berufswelt offen zu halten und sich z.B. in Form von Praktika einen Eindruck über verschiedene Tätigkeiten zu verschaffen, die mit dem jeweiligen Studium denkbar wären. Einige Anregungen zu möglichen Berufsfeldern finden Sie dabei auch im Erklärungstext zu jedem Studiengang innerhalb unseres Studienangebotes.

2. Wie kann ich mein Studium finanzieren?

Der Großteil der Studierenden wird von den Eltern finanziert. Nicht immer haben diese jedoch die Möglichkeit, ihre Kinder in vollem Umfang zu unterstützen. Deswegen bessern viele Studierende ihr Einkommen mit Nebenjobs auf oder beziehen BAFöG. Ausführliche Informationen zur Beantragung und Höhe von BAFöG-Mitteln bekommen Sie beim BAFög-Amt    im Studentenwerk.

Eine weitere Möglichkeit zur Finanzierung des Studiums sind Stipendien. Unter diesem Link finden Sie umfangreiche Informationen zum Thema Stipendien, einschließlich dem Deutschland-Stipendium.

Auch die Aufnahme eines Studienkredites ist zur (Teil-)Finanzierung des Studiums denkbar. Nähere Infos dazu finden Sie hier   .

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